Management Component Pack auf dem HP ProLiant MicroServer Gen8 installieren

Wer einen HP ProLiant MicroServer Gen8 sein Eigen nennt und Debian darauf betreibt, kann sich freuen, denn HP stellt hierfür das Management Component Pack zur Verfügung, welches folgende Pakete enthält:

hp-health HP System Health Application and Command line Utilities
hponcfg HP RILOE II/iLO online configuration utility
hp-snmp-agents Insight Management SNMP Agents for HP ProLiant Systems
hpsmh HP System Management Homepage
hp-smh-templates HP System Management Homepage Templates
hpacucli HP Command Line Array Configuration Utility
cpqacuxe HP Array Configuration Utility
hp-ams HP Agentless Management Service

Das Repository fügt bindet man folgendermaßen an sein System an.

Schritt 1: Repository in /etc/apt/sources.list eintragen

nano /etc/apt/sources.list

Dort fügt man folgende Zeilen ein:

# HP Management Component Pack 
deb http://downloads.linux.hp.com/SDR/repo/mcp wheezy/current non-free

Schritt 2: Repo-Key hinzufügen

wget http://downloads.linux.hp.com/SDR/repo/mcp/hpPublicKey2048_key1.pub
apt-key add hpPublicKey2048_key1.pub

Schritt 3: Update

apt-get update

Fertig. Nun können die oben genannten Pakete über das Repository von HP installiert werden. Interessant ist besonders das Paket hp-health, welches folgendermaßen installiert wird.

apt-get install hp-health

Damit kann man direkt vom System den Gesundheitszustand überwachen. Das geht nach der Installation mit folgendem Befehl:

hpasmcli

Ein Beispiel:

hpasmcli> SHOW TEMP

Dieser Befehl zeigt die Werte aller Temperatursensoren im System an. Weitere Befehle und Infos zur Verwendung des Tools erhält man wie üblich über die Manpages (man hpasmcli).

12 Gedanken zu „Management Component Pack auf dem HP ProLiant MicroServer Gen8 installieren

  1. Ingo

    Moin

    geht aber scheinbar nur MIT der Management Karte
    mein n40l ist ohne (wg. Stromverbrauch)

    Trying to identify the Product Name…/etc/init.d/hp-health: 458: [: Illegal number:

    ERROR: This server is NOT supported!
    Error: No supported management controller found

    Gruß Ingo

    Antworten
    1. Markus Mansshardt Beitragsautor

      Hi Ingo,

      das funktioniert nur mit HP Integrated Lights-Out (iLO) und entsprechender Lizenz. iLO ist beispielsweise im HP Microserver Gen8 integriert. Mit dem N40L/N54L mit oder ohne Management Karte funktioniert das Management Component Pack leider nicht.

      Grüße Markus

      Antworten
      1. Helmut

        Das MCP funktinioniert mit den Gen7-Servern nicht, mit der Management Karte und der Installation von OpenIPMI können aber auch auf dem N36L/N40L/N54L Sensorwerte ausgelesen werden.
        Wie das geht, ist hier beschrieben.
        /H.

        Antworten
  2. Helmut

    Hi,
    die Keys haben sich 2014 geändert:
    curl http://downloads.linux.hp.com/SDR/hpPublicKey1024.pub | apt-key add –
    curl http://downloads.linux.hp.com/SDR/hpPublicKey2048.pub | apt-key add –

    Ehrlich gesagt: mann findet viele Anleitungen, wie das MCP installiert wird.
    Aber, die Frage ist doch:
    – was kann ich damit anfangen?
    – Welche Erfahrungen hast Du damit? Bei mir ist es z.B. so, dass nach der Installation der SMH der Rechner 50% Memory nur dafür (habe 4GB installiert) benötigt.
    Wäre toll, wenn Du dazu ausführlicher eingehen würdest.
    /H.

    Antworten
    1. Markus Mansshardt Beitragsautor

      Hallo Helmut,

      vielen Dank für deine Anmerkung. Bei mir funktioniert bei mir der Link zum Repo-Key und die oben genannte Anleitung auch heute noch da der hpPublicKey1024.pub dem GPG-KEY-mcp entspricht. Nachdem der von mir verwendete Key aber nur für veröffentlichte Pakete bis 2013 gültig ist habe ich nun beide Keys im Tutorial genannt. Danke dir nochmal für den Hinweis!
      Bezüglich der Verwendung des Tools sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Ich selbst nutze das Management Component Pack aktuell nicht, da ich meine IT mit Nagios überwache. Das fragt die Daten über XML von iLO ab. Man könnte sich mit den HP Tools aber beispielsweise recht einfach eine entsprechende Abfrage für Nagios schreiben, oder zusammen mit cron regelmäßig die „Gesundheit“ des Systems überwachen und sich bei Probleme eine E-Mail schicken lassen.
      Bezüglich SMH habe ich bisher keine Erfahrungen. Wegen des Arbeitsspeichers würde ich mir aber erstmal keine Gedanken machen, da Linux den Speicher anders verwaltet als beispielsweise Windows. Hier ein interessanter Link zum Thema: http://www.pc-erfahrung.de/linux/linux-speicher.html.
      Erst wenn Speicher auf Swap ausgelagert wird, wird es kritisch.

      Viele Grüße
      Markus

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.